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Der Limes. Eine Grenze, die verbindet

Der Limes. Eine Grenze, die verbindet

20 Jahre UNESCO Welterbe - Jubiläumsausstellung der Deutschen Limeskommission mit Präsentation von römischen Sammlungsobjekten der Städtischen Museen Hanau

 

EINLADUNG ZUR ERÖFFNUNG

Am Sonntag, den 7. Dezember 2025 um 12 Uhr im Museum Schloss Steinheim.

Sie sind herzlich eingeladen. Bitte melden Sie sich über das Anmeldeformular oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. an.

 

ZUR AUSSTELLUNG

Der Obergermanisch-Raetische Limes ist seit 20 Jahren UNESCO-Welterbe. Aus diesem Anlass tourt eine RollUp Ausstellung durchs Land und wird ab dem 7. Dezember 2025 in Schloss Steinheim – Museum für regionale Archäologie und Stadtgeschichte Steinheim zu sehen sein.

Die Geschichte des Limes als Welterbe beginnt 1987 mit der Eintragung des Hadrianswalls in die UNESCO-Welterbeliste. Am 17. Juli 2005 wurde der Obergermanisch-Raetische Limes als Erweiterung eingeschrieben, 2008 folgte der Antoninuswall. Seitdem bilden die drei Grenzabschnitte gemeinsam die länderübergreifende Welterbestätte „Frontiers of the Roman Empire“ bzw. „Grenzen des Römischen Reiches“. Der Obergermanisch-Raetische Limes war Teil eines Grenzsystems, das sich um den gesamten Mittelmeerraum erstreckte und durch die Jahrhunderte immer wieder angepasst und verändert wurde. Vom Ende des 1. bis zur Mitte des 3. Jahrhunderts n. Chr. trennte er als künstliche Barriere die von den Römern eingenommenen Gebiete rechts des Rheins und nördlich der Donau von der nichtrömischen Welt.

Die Ausstellung präsentiert moderne archäologische Untersuchungsmethoden, eindrucksvolle Orte, an denen das römische Erbe noch heute hautnah erlebbar ist, und gibt spannende Einblicke in die fast 200-jährige Forschungsgeschichte rund um den Limes. Historische Funde, innovative Forschung und lebendige Vermittlung verschmelzen zu einem einzigartigen Erlebnis und unterstreichen die Bedeutung des Limes als Symbol für Austausch, Wandel und kulturelle Vielfalt. 

 

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v.l.n.r.: Die Karte des Obergermanisch-Rätischen Limes. Die älteste Quittung Deutschlands. Die Karte des Obergermanisch-Rätischen Limes. 
© hessenARCHÄOLOGIE mit Ergänzungen der Deutschen Limeskommission © Medienzentrum Hanau, Roland von Gottschalck. © SPAU.

 

Der Obergermanisch-Raetische Limes beginnt am Rhein bei Rheinbrohl, verläuft auf einer Länge von 550 km durch die heutigen Bundesländer Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg und Bayern und endet an der Donau bei Hienheim. Entlang dieser Strecke wurden ca. 120 Kastelle unterschiedlicher Größe sowie etwa 900 Wachttürme zur Kontrolle des Umlandes im bis dato weitgehend unbesiedeltes Grenzgebiet errichtet.

Entlang der früheren Militärgrenze wird heute gewandert oder geradelt. Auch im Hanauer Wald ist das römische Bodendenkmal hautnah erlebbar. Zwischen Rodenbach und Großkrotzenburg ist der Limes auf einer Strecke von ca. 5 km zum Teil erkennbar. Die Tafeln auf dem Limes-Rundwanderweg um das römische Kleinkastell Neuwirtshaus informieren über das Bodendenkmal und seine Erforschungsgeschichte. Schloss Steinheim als Museum für regionale Archäologie ist eines der Vermittlungsorte für das Alltagsleben am römischen Grenzwall und präsentiert unter anderem herausragende Funde aus Hanau und der Region wie die älteste Quittung Deutschlands und der Silberschatz vom Salisberg/Kesselstadt.

 

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 Gewandete im römischen Bad Salisberg / Kesselstadt und am Limes im Wald beim Kleinkastell Neuwirtshaus. © Städtische Museen Hanau, Detlef Sundermann

 

In den Depots der Städtischen Museen lagern viele Objekte aus dem ehemaligen Grenzbereich des Römischen Reiches. Zahlreiche archäologische Grabungen der letzten 180 Jahre haben unzählige Funde wie Keramiken, Metall- und Steinobjekte neben organischen Materialen zutage gefördert.Seit 2019 arbeiten die Städtischen Museen Hanau systematisch an der digitalen Erfassung der Depotbestände. Zusammen mit der Rollup Ausstellung werden ausgesuchte Objekte aus der Arbeit dieses Jahres präsentiert.

Die ausgewählten Steindenkmäler des 3. Jahrhunderts sind den römischen Kulten von Mithras und Dionysos zuzuordnen und stammen aus Grabungen der 1950er Jahre in Rückingen/Erlensee. Die Bildnisse wurden in viele Teile zerbrochen und unvollständig aus einem römischen Brunnen unweit des Kastelles Erlensee gehoben. Veranlasst wurde die Ausgrabung des Brunnens durch den Fund eines großen, nur gering beschädigten Mithraskult Bildes, das in unmittelbarer Nähe des Brunnens in einer Sandgrube zutage gekommen war. Das Mithraskult Bild ist zusammen mit einer Rekonstruktion eines Kultraumes im Keller von Schloss Steinheim dauerhaft ausgestellt.

Weiterhin wird erstmalig ein neues Highlight der städtischen Sammlung ausgestellt werden. 2017 passierte ein Glücksfall. In Bruchköbel wurden bei der römischen Grabung „Peller“ unter anderem mehrere römische Kastenbrunnen aus Holz geborgen. Funde von gut erhaltenen organischen Materialen sind in unserer Gegend eine Besonderheit. Die wissenschaftliche Auswertung dauert zwar noch an, aber den Städtischen Museen wurde ein sehr gut erhaltenes Exemplar überlassen. Die mehrjährige und aufwendige Restaurierung war nur durch die großzügige finanzielle Unterstützung der Stiftung der Sparkasse Hanau möglich und fand diesen Herbst ihren Abschluss. Der Brunnen, der aus acht unterschiedlichen großen Hölzern besteht, wird nun erstmalig der Öffentlichkeit präsentiert werden.

 

 foto3 final 20 jahre limes dlk und unesco logo

Die Kooperationspartner sind das Bayrische Landesamt für Denkmalpflege, das Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, hessenARCHÄOLOGIE im Landesamt für Denkmalpflege Hessen und die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz.

 

BEGLEITPROGRAMM

Das museumspädagogische Begleitprogramm finden Sie demnächst hier  als Download und im Veranstaltungskalender.

Den Infoflyer zu 20 Jahre Welterbe Limes finden Sie hier und die digitale Ausstellung finden Sie hier. 

 

Schloss Steinheim

Samstags & Sonntags 11-17 Uhr

07.12.2025 bis 05.04.2026

Preise Anreise & Kontakt Öffnungszeiten an Feiertagen