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Schloss Hanau (1626)

Historisches Museum Hanau Schloss Philippsruhe / Hanauer Geschichtsverein 1844 e.V.

In der grafischen Sammlung von Schloss Philippsruhe befinden sich auch etliche Stadtansichten von Hanau. Eine der schönsten und bekanntesten ist sicher der Kupferstich aus „Meisners Politischem Schatzkästlein“ von 1626 mit Titel „Hanau das Schloß am Meyn. Glück verkehrt / Kunst ernehrt“.

Der Kupferstich wird oft publiziert, leider oft ohne den netten, der Kunst und Kultur zugewandten Vers darunter. Dies sei an dieser Stelle nachgeholt:

Wenn sich das Glück von mir gekert,

So hatt mich Gott und Kunst ernehrt.

Du edle Jugent lerne Kunst

So wirt dirs bringen nutz und Gunst.

Gut zu erkennen ist das alte Stadtschloss von Hanau (heute Schlossgarten am Congress Park Hanau) mit seinen Türmen und Gebäuden. Es wurde um 1829 abgerissen. Von ihm steht nur noch der Wasserturm an der Heinrich-Bott-Straße und – stark verändert – der Kanzleibau am Schlossplatz.

Im Vordergrund ist ein bärtiger Mann mit zwei Knaben zu sehen. Er lässt wie Drachen ein Buch mit der Aufschrift „Deus est omnia“ (Gott ist alles) und eine Kugel fliegen, die das Glück symbolisiert. Wer genau hinschaut sieht, dass die Kugel an einer Kette hängt, diese aber zerspringt: das Glück lässt sich nicht anketten!

 

MeisnerIFoto: Schloss Hanau um 1600
(©Historisches Museum Hanau Schloss Philippsruhe / Hanauer Geschichtsverein 1844 e.V.)