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Strahlenportal

Nussallee

Das Hanauer Gerichtsgebäude wurde als eines der jüngsten preußischen Landgerichte ab 1908 errichtet. Dafür wurde der 1846 aufgelassene Deutsche Friedhof an der Nussallee genutzt. Architekten waren Baurat Rudolf Mönnich vom preußischen Ministerium für öffentliche Arbeiten und der königliche Landbauinspektor Friedrich Bode. Einweihung des äußerst repräsentativen Komplexes war im Oktober 1911, vor 110 Jahren. Nach der Zerstörung der Innenstadt zu Ende des Zweiten Weltkriegs wurde der Haupttrakt des Gerichts mit vereinfachter Fassade 1951/52 wieder aufgebaut.

Das Gericht bestand ursprünglich aus 3 Gebäudeflügeln, die einen unregelmäßig-viereckigen Hof umschlossen. Durch das „Strahlenportal“ mit Hakensteinrahmung am Fischerhüttenweg gelangte man zu den Beamtenwohnungen. Der Trakt wurde 2010 samt Gefängnis durch einen Neubau (ohne „Knast“) ersetzt. Das Portal konnte beim Niederlegen des Gebäudes gerettet und nahe des Haupteingangs neu aufgestellt werden.

 

Strahlentor 221x300Foto: Strahlenportal am Land- und Amtsgericht Hanau, Nussallee, 2021
(© Fachbereich Kultur der Stadt Hanau, Martin Hoppe)