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Trommel der Hanauer Bürgergarde

1848

Derzeit ist im Institut für Stadtgeschichte Frankfurt am Main eine Sonderausstellung über die Revolution von 1848 in der Rhein-Main-Metropole zu sehen. Die Macher, Drs. Bauer und Häfner, werfen auch einen Blick in die Region und fragten wegen einer Leihgabe die Städtischen Museen Hanau / Hanauer Geschichtsverein 1844 e.V. an. Wir stellten natürlich sehr gerne eine schwarz-rot-goldene Trommel der Hanauer Bürgergarde zur Verfügung. Sie stammt aus dem Vormärz, ist aus Messingblech, Holz, Textil und Trommelfell gearbeitet. Der „Zeitzeuge“ stellt in der Frankfurter Schau einen besonderen „eyecatcher“ dar und kann noch bis September 2023 (!) in der Karmelitergasse besichtigt werden.

Hanau spielte in der Revolution eine bedeutende Rolle. Bereits mit dem Wilhelmsbader Fest von 1832 (siehe Objekt der Woche Nr. 116) und insbesondere dem Hanauer Ultimatum vom 9. März 1848, mit dem die Hanauer dem hessischen Kurfürsten demokratische Grundrechte abtrotzten. Die Bedeutung Hanaus in der Revolution vor 175 Jahren wird Mitte 2023 im Foyer des Neustädter Rathauses in Hanau gewürdigt. Vom Balkon des Rathauses wurde nach Rückkehr der Delegation aus Kassel am 12. März 1848 der Erfolg gegenüber dem Regenten unter großer Beteiligung der Bürgerschaft verkündet. Das Hanauer Rathaus ist somit ein bedeutender Ort der Demokratiegeschichte unseres Landes.

 

TrommelAbbildung: Trommel der Hanauer Bürgergarde in der Frankfurter Revolutionsausstellung
(© Fachbereich Kultur der Stadt Hanau, Martin Hoppe)