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#342

Marderähnliches

In der Ausstellung „banal, bizarr, brillant“ im Nordflügel des Historischen Museums Hanau Schloss Philippsruhe sind derzeit ausgewählte Raritäten aus den Depots zu sehen. Letzte Woche stellten wir zwei Raumfahrtmodelle um 1970 als Neuzugänge vor. Ein mumifiziertes “Marderähnliches“ befindet sich schon längere Zeit in den Sammlungen.

Von wann es genau stammt, daran scheiden sich die Geister. Das „Frettchen“ war einst mit römischen Funden aus Grabungen an der Mainspitze im alten Steinheimer Heimatmuseum ausgestellt. Ob es sich annähernd 2.000 Jahre so gut erhalten hat? Es könnte auch aus den Steinbrüchen der Fa. Rousselle in Klein-Steinheim stammen, deren Betrieb 1937 eingestellt wurde. So erzählte man jedenfalls bis in die 1970er Jahre bei Führungen im Schloss.   

Wie dem auch sei. Fest steht, dass die Mumie aus der Familie der Marderartigen (Mustela) weiblichen Geschlechts ist, 33 g wiegt und 130 mm misst. Schön zu sehen sind die helle Lederhaut, die Gehörkapsel, Zähnchen, Krallen und sogar Schnurrhaare an der Nasenspitze.

In der Umfrage zum beeindruckendsten Objekt der Sonderschau wurde das Tier von den Besucherinnen und Besuchern übrigens auf Platz 1 gewählt. In Philippsruhe kann es noch bis 8. November 2026 mit einem Artgenossen aus Porzellan von Julius Feldtmann verglichen werden, den wir bereits unter der Nummer #311 – Museen Hanau vorgestellt haben.

Text: Martin Hoppe

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Abbildung: „Marderähnliches“ (Städtische Museen Hanau, Foto: Kai Jakob)

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