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In der Ausstellung August Gaul.
In der Ausstellung August Gaul. © Medienzentrum Hanau / Bildarchiv

August Gaul

Museum Großauheim

Dauerausstellung, sonntags 10–17 Uhr

 

Bildhauer der Moderne

Der 1869 in Großauheim geborene August Gaul zählt zu den bedeutendsten Kunstschaffenden der Moderne. Als Mitglied der Berliner Sezession prägte er im Kreis von Max Liebermann und Paul Cassirer eine Kunstauffassung, die sich vom Historismus und Repräsentationsbedürfnis der Kaiserzeit loslöste. Gaul gestaltete monumentale Skulpturen in Stein und Bronze ebenso wie Klein- und Kleinstformate und konzentrierte sich auf das Tiermotiv.

Im Erdgeschoss des Museums Großauheim werden Plastiken und Skulpturen von August Gaul präsentiert.

 

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Fotos: © Medienzentrum Hanau Bildarchiv | Uwe Dettmar | Olaf Ringel | Städtische Museen Hanau

 

August Gaul unterwegs: Neupräsentation im Museum Großauheim

Derzeit sind aus der Dauerausstellung die große stehende Löwin, der Elefant und die Bären in der Ausstellung „Tiere sind auch nur Menschen. Skulpturen von August Gaul" im Liebighaus in Frankfurt zu sehen.

Im Museum Großauheim werden während der Leihe nach Frankfurt neue Gaul-Werke aus der musealen Sammlung präsentiert, die den Städischen Museen Hanau in den vergangenen Jahren als Schenkungen aus Großauheimer und Berliner Privatbesitz zugegangen sind. An Stelle der großen Löwin sind zwei kleinere Versionen des Motivs zu sehen, das Gaul immer wieder im Sinne einer neuen Gestaltungsauffassung überarbeitet hat.

 

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  © Städtische Museen Hanau, Kai Jakob

 

Gewürdigt wird im Museum nun auch der Berliner Unternehmer und Philanthrop Eduard Arnhold (Dessau 1849 – 1925 Neuhaus am Schliersee), Käufer der Großen stehenden Löwin, der zu den bedeutendsten Kunstmäzenen im wilhelminischen Berlin gehörte. Zu sehen ist eine Fasanengruppe aus dem Jahr 1908, deren Entstehung auf einen Wunsch von Arnhold zurückzugehen scheint. Arnhold war im Aufsichtsrat der Dresdner Bank und Deutschen Reichsbahn, gehörte zu den Mitbegründern der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften und war Stifter zahlreicher Wohltaten und Gründer der Villa Massimo in Rom. Die Städtischen Museen Hanau erhielten die Drei Fasane 2014 als Schenkung aus Großauheimer Privatbesitz. Einige Güsse gestaltete Gaul mit Vergoldungen an den Augen. 

Auch eine neu errichtete Schafgruppe im linken Skulpturengang des Museums wurde – ebenso wie die Fasanengruppe – von Eduard Arnhold gerne als Präsent an Geschäftspartner und Freunde überreicht. 

In der Blickachse des Museums sind an Stelle der jungen Bären nun zwei Rehe aufgestellt, die Gaul 1913 für das Denkmal des Malers Walter Leistikow (1865-1908) gestaltete.

 

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© Städtische Museen Hanau, Kai Jakob