hu logo lang 400px sw

#326

flussgott

Schon seit 5 Jahren steht er vor der Kulturhalle in der Ludwigstraße: der Flussgott. Anlässlich des 700. Stadtrechte- (1320) und 800. Schlossjubiläums (1222) von Steinheim wurde ein internationaler Kunstwettbewerb für eine bleibende Erinnerung ausgelobt. Eine Fachjury kürte am Ende Maja Thommen einstimmig zur Siegerin. Corona verzögerte die Fertigstellung der Bronzefigur. Die Einweihung konnte - noch unter Abstandsauflagen - am 23. Juni 2021 gefeiert werden.

Die Bildhauerin setzte „ihre Geschichte“ der Jubiläen dreidimensional um: In Klein-Steinheim steigt der mit Schuppen bedeckte „Flussgott“ mit einem Basaltsein aus dem Main, um in Großsteinheim das Schloss zu bauen. Die 220 cm messende Statue, ohne Sockel, direkt bei den Menschen, wird von etlichen Steinheimerinnen und Steinheimern inzwischen liebevoll „Flussy“ genannt, angelehnt an „Nessy“ von Loch Ness. Mit dem Unterschied, dass er kein Phantom ist.

Mit dem Denkmal auf dem damals neu gestalteten Vorplatz des Bürgerhauses hat Steinheim eine zeitlos lebhafte und freundliche Identifikationsfigur erhalten. Sie ist zudem ein wesentlicher Baustein des Hanauer Programms von Kunst im öffentlichen Raum, die unsere  Stadt unverwechselbar macht: Der Entwurf am Kurt-Blaum Platz, das Oppenheim-Denkmal auf dem Freiheitsplatz, der Märchenpfad in der Innenstadt, der Neustadtplan an der Französischen Allee, das Denkmal für August Gaul und Gaul-Pfad in Großauheim, die Turmhaube der Alten Johanneskirche, die Portale in der Westerburgstraße, die historische Leuchte an der Nordstraße, der Daedalus vor der Zeichenakademie etc.

Maja Thommen wurde 1965 in Zürich geboren und ist Trägerin eines Diploms der Accademia di belle Arti, Carrara.
Sie lebt und arbeitet in Camaiore / Italien: Nähere Informationen, auch mit Fotos des Werkprozesses zum „Rivergod“, finden Sie unter www.majathommen.ch.

Text: Martin Hoppe

 

325 Emil Wuerth kl

 

Flussgott vor der Kulturhalle Steinheim 2026 (copyright: Fachbereich Kultur der Stadt Hanau, Aufnahme: Martin Hoppe)