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Orchideen von Hein Steiauf

Auch andere Städte und Museen widmen sich „Objekten der Woche“ oder „des Monats“. So stellt für Februar das Museum „Kunst der verlorenen Generation in Salzburg“ ein Werk des Malers Hein Steiauf in den Mittelpunkt. Das Haus hat sich auf die während des Nationalsozialismus diffamierten, verfolgten und heute vergessenen Künstlerinnen und Künstler des 20. Jahrhunderts spezialisiert. Auch von Reinhold Ewald befinden sich dort Werke. Gerne verweisen wir auf die homepage des Museums: www.verlorene-generation.com.

Heinrich Friedrich Steiauf wurde 1908 in Groß-Zimmern geboren und starb 1968 in Frankfurt am Main. Er war 1931 bis 1933 Meisterschüler von Max Beckmann an der Städelschule in Frankfurt am Main. Für Hanau ist sein Gemälde „Zwei Orchideen“ aus dem Jahr 1942 interessant, weil es rückseitig wie folgt bezeichnet ist: „Am Hochzeitstage aus den Trümmern in Hanau wiedergefunden (unter völlig zerstörtem Haus) und meiner lieben Marion zum Geschenk gemacht, 22. Dezember 1945“. Steiauf heiratet seine Frau Marie Luise, Kosename Marion, geb. Dietsch, am 22. Dezember 1942. Die beiden wohnten nach heutiger Kenntnis jedoch nie in Hanau. Der Fund wurde in „einem“ Haus in der am 19. März 1945 durch alliierte Luftangriffe völlig zerstörten Innenstadt Hanaus gemacht, aber nicht in „seinem“ Haus; wo genau ist leider nicht überliefert.

 

 

Gemälde mit Orchideen in einer VaseHeinrich Friedrich Steiauf (1908-1968): Zwei Orchideen, Öl auf Hartfaserplatte, 1942, 45 x 33 cm
© Museum Kunst der verlorenen Generation Salzburg / Heinrich Friedrich Steiauf, Foto: Hubert Auer