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Zum Schulstart am heutigen Montag können wir natürlich auch ein entsprechendes Objekt präsentieren. Oder besser zwei, weil Mädchen und Jungen gleichberechtigt sind. Die „Stelzenläuferin“ von Otto Crass auf dem Schulhof der Wilhelm-Geibel-Schule in Kesselstadt und den „Schulgang dreier Buben“ von Daniel Hauenstein auf dem Schulhof der Pestalozzischule in der Innenstadt.

Crass (1893-1969) und Hauenstein (1894-1978) zählen zu den renommierten Künstlern Hanaus des 20. Jahrhunderts. Nach soliden Studien waren sie Zeit ihres Lebens in der Bildenden Kunst tätig und unserer Stadt eng verbunden.
In der Reihe haben wir sie bereits mit Arbeiten vorgestellt: Von Otto Crass das Mahnmal „Wo das Recht gebrochen wird, stirbt die Freiheit“ in der Martin-Luther-Anlage (#102 – Museen Hanau) und das „Römereck“ am Haus Lossow am Neustädter Markt (#235 – Museen Hanau). Von Dan Hauenstein die „Pelikane“ am St. Vinzenz-Krankenhaus (#221 – Museen Hanau) und der „Kinderreigen“ an der Brüder-Grimm-Schule (#225 – Museen Hanau). Beide kommen auch für den leider unsignierten Trinkbrunnen an der Brüder-Grimm-Schule in Betracht (#315 – Museen Hanau), wobei dieser ebenso von Georg Krämer stammen könnte, der auch in Hanau geboren wurde und u. a. den Fischbrunnen im Kurpark von Bad Vilbel gestaltete (zu Krämer siehe #294 – Museen Hanau).

Die Bronzearbeiten sind allesamt feine Beispiele für wertige Kunst im öffentlichen Raum bzw. auf Schulhöfen, nah an Kindern. Sie wurden in der prosperierenden Wirtschaftswunderzeit der 1950er/1960er Jahre im Zuge von Schulneubauprogrammen realisiert.

Text: Martin Hoppe

 

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Die „Stelzenläuferin“ von Otto Crass und der „Schulgang dreier Buben“ von Dan Hauenstein (copyright: Fachbereich Kultur der Stadt Hanau, Aufnahmen: Martin Hoppe)